Verlag WEITZ & WEITZ
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Kurzbeschreibung »Ohne Plan aber mit Herz,

100.000 Euro in 18 Monaten für »Sounds of Hope« in Uganda
 

Ich entdeckte auf Facebook die kleine Seite der Organisation »Sounds of Hope«. Die wenigen Bilder und Videos brannten sich in mein Gehirn und ließen mein Herz entflammen. Da saßen und lagen auf blankem Betonboden Kinder. Am anderen Ende des Raumes standen eine Tafel und zwei weiße Plastikstühle. Das sehr kleine Häuschen im Grünen stand in Kitega, Uganda (Ostafrika). Ein junger Mann und eine junge Frau waren die einzigen Erwachsenen zwischen all den wunderbaren Kindern, die sehr eng beieinandersaßen. Auch am Tag danach und ein paar Tage später gingen mir diese Bilder und das Gefühl, das ich dabei spürte, nicht aus dem Kopf und meinem Herzen. Ich schrieb eine sehr kurze Nachricht. »Hallo Team, wie könnte ich euch helfen? Xenia.« Einige Minuten später erhielt ich diese Antwort: »Hallo Xenia, ich bin Nicholas. Wir haben hier eine Schule plus Kinderheim für 35 Waisenkinder gegründet. Vielleicht könntest du für ein oder zwei Kinder die Patin werden? Für jedes Kind benötigen wir etwa 20 Euro pro Monat (Nahrungsversorgung und Schulbesuch).«

So beginnt die Geschichte eines Projekts, das Xenia Hügel aus Amorbach im bayerischen Odenwald in Eigeninitiative und mit großem Engagement auf den Weg brachte. Die Aktivistin, Lyrikerin und Autorin, die heute in Offenbach wohnt, warb unermüdlich für Spenden und wendete sich auch an prominente Personen, die ihr Vorhaben unterstützen. Wie sie es erreichte, dass 100.000 Euro in 18 Monaten für »Sounds of Hope« in Uganda zusammen kamen, beschreibt sie in ihrem Buch »Ohne Plan - aber mit Herz«. Für sie bedeutet dies aber nicht das Ende der humanitären Unterstützung. Viele weitere Initiativen wurden und werden angestoßen, wofür weitere Spendengelder nötig sind. Mittlerweile ist ein weiteres Projekt von ihr in Jattaba (Gambia), der Bau eines Krankenhauses, ins Leben gerufen worden. Das ,Mother Mary Hospital of Jattaba‘ wurde bereits eröffnet. Für Uganda und Gambia hat Xenia Hügel in zweieinhalb Jahren bisher rund 265.000 Euro gesammelt. Zurzeit ist sie dabei, die Rahmenbedingungen für den Bau eines Supermarktes in Jattaba zu schaffen.

Xenia Hügel möchte zeigen, dass es gelingt, vermeintlich Unerreichbares umzusetzen, wenn Zuversicht, Mut, Gottvertrauen und ein großes Herz für Menschen in Not dahinterstehen. »Ohne Plan – aber mit Herz« ist eine Geschichte, die berührt und den Inhalt eines afrikanischen Sprichworts deutlich macht: »Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.«

Bibliografie:

Ohne Plan- aber mit Herz

Autorin: Xenia Hügel
ISBN 978-3-9817663-5-6
1. Auflage, Dezember 2021
Verlag Weitz & Weitz
Auf der Au 13
63785 Obernburg a. Main www.ruthweitz.com
Layout: Angela Schmidt, obla Design Ressourcenschonend gedruckt in Deutschland bei Druckerei Lokay e. K. in Reinheim Bildquelle Buchcover: »Sounds of Hope«

Spendenkonto für die Projekte:
"Sounds of Hope"
Sparkasse Miltenberg-Obernburg
DE12 7965 0000 0501 5662 85
Mehr unterwww.soundsofhopeinternational.wordpress.com

 

Lila & Einstein
Aus dem Kapitel »Der Tanz der kleinen Affen«

 

Als Lila am Morgen aufwachte, war sie sehr froh. ,Einstein kommt heute wieder zu mir‘, dachte sie. ,...und ich habe endlich einen Namen. Ich heiße Lila. Lila ist meine Lieblingsfarbe und mein wunderschöner Name. Alles, was schön ist, ist lila. Der Flieder, die Kleider von Kindern, die hier zu Besuch kommen, manchmal ist sogar der Himmel ein bisschen lila.‘ Sie hüpfte zu ihrer Lieblingsstelle mit besonders saftigem Gras und trank etwas Wasser aus dem kleinen Bachlauf im Gehege.

Dann wurde es Mittag. Und auch der Nachmittag verging. Die Sonne wanderte langsam fast bis hinter die Akazie. Aber Einstein kam nicht.

Hat er mich vergessen? Will er doch nicht mein Freund sein? Hat er hat nicht gesagt, dass er wiederkommt? 
Als es schon dämmerte, legte sie sich traurig unter ihren Akazienbaum und weinte ein bisschen. Plötzlich hörte sie wieder dieses Rauschen, das sie schon so gut kannte. Diesmal blickte sie gleich nach oben, aber da ertönte das leise Krächzen neben ihr.

»Hallo Lila.«

»Hallo Einstein«, sagte sie, und ihre Stimme klang immer noch traurig. »Warum bist du nicht gekommen?«

»Lila, es tut mir so leid, dass ich erst so spät komme. Aber der Wärter hat heute vergessen, meine Käfigtür zu öffnen...
 

ISBN 978-3-9817663-4-9,  1. Auflage, November 2021, 52 Seiten, 20 x 26 cm, 16,90 €

Saure Äpfel - ein Provinzkrimi

Link zum Foto als Download (Foto: Miriam Weitz)

Leseprobe zu »Saure Äpfel«

Als sie den Wagen auf dem Parkplatz abgestellt hatte und ausgestiegen war, kam ihr Lara Kurz entgegen. Mit Lara war Judith schon lange Jahre befreundet. Sie schätzte ihren Rat und den gemeinsamen Austausch über Themen, die den meisten Männern so gar nicht passten. Lara war schon seit fünfundzwanzig Jahren Polizistin und engagierte sich ehrenamtlich für auf Abwege geratene Jugendliche. Wie Judith fand sie das Verhalten von manchen Männern Frauen gegenüber völlig daneben. Hin und wieder trafen sich Judith und Lara zum Espresso beim Italiener und luden ihren jeweils aufgestauten Frust ab. Lara beschwerte sich über ihre Kollegen, Judith über ihren Job und den ewig mürrischen Redaktionsleiter.

»Was machst du denn hier?«, fragte Lara, und ihre Miene drückte Erstaunen aus. Heute trug sie ihr langes schwarzes Haar nicht offen, sondern zu einem Zopf geflochten.

»Ich habe eine Verabredung mit Hauptkommissar Ludenbeck. Er hat mich hierher zitiert.« Judith drückte der Freundin einen züchtigen Kuss auf die Wange und berichtete von der jäh unterbrochenen Mittagspause.

»Du, ich muss weiter, Ludenbeck hat es sehr dringend gemacht. Wir sehen uns!«, entgegnete Judith ihrer Freundin und winkte ihr im Weitergehen zu.

An der Pforte sagte sie einem der beiden diensthabenden Beamten, sie werde von Hauptkommissar Ludenbeck erwartet. »Ich weiß«, nickte der größere von beiden. »Der Hauptkommissar ist im Besprechungsraum. Mein Kollege wird Sie begleiten. Sie wissen ja, alleine dürfen Sie hier nicht unterwegs sein!« Er öffnete die Sicher-heitsschleuse, und Judith ging mit dem zweiten Polizisten schnellen Schrittes zum Besprechungszimmer, in dem Ludenbeck schon auf sie wartete. Offensichtlich hatte er sich vorher die Haare gerauft, denn sie standen in alle Himmelsrichtungen vom Kopf ab. Mit etwas Fantasie wäre er als Urban Priol durchgegangen, wenngleich er über dichteres Haar und deutlich mehr Körperfülle verfügte als der scharfzüngige und wortwitzige Kabarettist.

»Herr Ludenbeck, hier bin ich«, sagte Judith und blickte ihn leicht amüsiert an, als sie den Stuhl ihm gegenüber an sich heranzog und sich setzte.

»Was amüsiert Sie so, Frau Welser?«, fragte Ludenbeck leicht pikiert. »Es gibt nicht den geringsten Grund, sich zu freuen und dabei zu grinsen wie ein Honigkuchenpferd!«

Judith versuchte, ihre Gesichtszüge in eine ernste Miene zusammenzurücken, wollte Ludenbeck allerdings nicht im Unklaren darüber lassen, was ihre Heiterkeit ausgelöst hatte.

»Entschuldigen Sie bitte, Herr Hauptkommissar, aber Ihre Frisur hat mich gleichzeitig irritiert und zum Schmunzeln gebracht. Sie sehen richtig wild und verwegen aus«, sagte sie, hob beide Hände in Kopfhöhe an und symbolisierte mit den Handflächen die in Unordnung geratene Haarpracht Ludenbecks. 

 

Leseprobe zu »Glücksmomente in Gelee und Konfitüre

Ein Erdbeertraum mit Schwindelgefühl

 

Als Enzo die Nachbarin mit einem großen Korb ankommen sah, war ihm klar, dass sie wieder etwas Leckeres mitbringen würde. Manchmal fiel auch für ihn ein kleines Häppchen ab. Ob es diesmal wieder so sein würde? Er sog den Duft von feinen Küchenkräutern, Früchten und Karamell ein, den die Nachbarin umwehte. Charlotte, kurz Charlie genannt, war eine leidenschaftliche Köchin. Sie war für Enzo immer in ein betörendes Aroma eingehüllt. Seine bernsteinfarbenen Augen leuchteten, als Charlie den Eingang betrat und Carla, die Dame des Hauses, sie empfing.

 

„Sei mir gegrüßt, liebe Charlie! Was hast du denn heute Feines dabei?“ fragte sie und umarmte die Freundin. „Ich habe heute Erdbeerkonfitüre gekocht und euch einige Gläser mitgebracht“, sagte Charlie und lächelte. Ihr Lächeln gefiel Enzo. Es bildeten sich kleine Grübchen in ihren Mundwinkeln. Das sah richtig putzig aus. Als sie ihm dann auch noch über den Kopf strich und seine Attraktivität lobte, schmolz er dahin wie Butter in der Sonne. „Ach, Enzo, du bist so ein Hübscher und Lieber“, sprach sie und strich ihm sanft über den Rücken, was er besonders gern mochte.

 

Die beiden Frauen zogen sich in die Küche zurück, während Enzo es sich im Wohnzimmer gemütlich machte. Er hörte das Klappern der Gläser, die beide aus dem Korb nahmen und mit einer lebhaften Kommunikation begleiteten. „Dass Frauen immer so viel reden müssen“, dachte Enzo, unterstrich diesen Gedanken mit einem tiefen Seufzer und streckte sich aus.

 

Es dauerte nicht lange, schon kam Carla mit einem Karton aus der Küche, den sie mit den Marmeladegläsern gefüllt hatte. Sie stellte ihn auf den Boden im Flur zwischen Küche und Wohnzimmer. Enzo konnte dies von seinem Platz im Wohnzimmer gut beobachten.  Es waren Gläser mit einem Schraubverschluss. Enzo erhob sich und ging langsam auf Carla zu, hob erwartungsvoll seinen Kopf. „Nein, Enzo, diesmal fällt nichts für dich ab“, sagte sie und tätschelte ihm den Nacken.


„So ein Mist, wie komme ich nur an den Inhalt der Gläser?“ fragte sich Enzo, trottete ins Wohnzimmer zurück, setzte sich auf seinen Lieblingsplatz und überlegte. Es dauerte sehr lange, bis Charlie sich verabschiedete, denn sie hatte Carla ganz viel zu erzählen. Sie war wie ein Trichter, in den alle Neuigkeiten flossen. Charlie kannte Gott und die Welt und wusste nahezu über alle Begebenheiten im Dorf Bescheid.

 

Nachdem Carla und er alleine waren, schlief Enzo eine Runde. Als er von einem wunderbaren Traum erwachte, in dem ihm köstliche Erdbeermarmelade auf die Zunge geträufelt wurde, war er fest entschlossen, sich den Inhalt der Schraubgläser im Flur nicht entgehen zu lassen. Koste es, was es wolle!...

 

Wenn Sie wissen wollen, wie die Geschichte weiter geht: Das Buch "Glücksmomente in Gelee & Marmelade" ist im Buchhandel zu haben. 

 

Leseprobe zu »Schwipp und Schwapp«

Es wurde Frühling auf der großen Wiese, am Rande des Waldes.

Rote, gelbe und blaue Blumen standen zwischen Büschen und Gräsern.

Am Rande der Wiese lebte es sich gut.

Die warme Sonne hatte die letzten Reste des kalten Winters vertrieben.

 

Die Bäume bekamen neue Blätter, und das Leben auf der großen Wiese, am Rande des Waldes, begann von Neuem.

So wie im vergangenen Jahr, als Schwipp und Schwapp, die beiden Mäusebrüder, geboren wurden.

 

Fast ein Jahr hatten die beiden, von Ihren Eltern beschützt, in Ihrer Mausehöhle den dunklen kalten Winter verbracht.

Die kleine Mäusehöhle, versteckt unter einem großen Löwenzahnblatt, war das Zuhause von Schwipp und Schwapp.

 

Sie waren noch sehr klein und hatten beide die gleiche Farbe der Augen, ihre Schwänzchen waren genau gleich lang, die grauen Haare hatten den gleichen warmen Glanz, und auch die Anzahl der kleinen Barthaare war genau gleich.

 

Es war eben alles gleich bei Schwipp und Schwapp. Sogar zur selben Zeit hatten sie Hunger oder Durst. Und wenn es Abend wurde, waren sie genau zur gleichen Zeit müde. Sie waren etwas ganz besonderes unter den Bewohnern der Wiese. Sie waren Zwillingsbrüder, und ihre Eltern konnten sie kaum auseinanderhalten.

 

Nun funkelten die ersten Sonnenstrahlen des neuen Frühlings durch die Ritzen der kleinen Holztür, die den Eingang der winzigen Mausehöhle verschloss.

Eine wunderbare Wärme erfüllte die kleine Höhle, die den strengen Winter hindurch oftmals sehr kalt war.

„Komm schnell her Schwapp“, rief Schwipp, der durch die Türritze schielte, „Komm her, und schau nach draußen.“

 

Und Schwipp guckte auch durch die Ritze.

Was er sah, war wunderschön. Lauter grüne Gräser, bunte Blumen, Bäume und Sträucher. Alles lag im Schein der Sonne, die die große Wiese in ein ganz warmes Licht tauchte. Was flog denn da an der Tür vorbei. Rot mit schwarzen Punkten auf dem Rücken. Und es summte ganz leise. Es summte sowieso überall, wenn man genau hinhörte.

 

Es waren die Stimmen des Frühlings, die Schwipp und Schwapp zum ersten Mal in ihrem erst kurzen Leben hörten.

Und ein wunderbarer Geruch drang durch die kleine Tür.

Es war der Geruch des Frühlings, der allen Bewohnern der großen Wiese zurief:

 

„Kommt raus, und seht, wie schön es nach dem kalten Winter geworden ist.“

 

Mama öffnete die Tür, und die beiden Mäusebrüder erblickten zum ersten Mal die große Wiese. Die große grüne Wiese, auf der sie so viele Abenteuer erleben sollten.

 

Mit kleinen Schritten gingen sie zum ersten Mal, ganz, ganz vorsichtig durch das grüne saftige Gras, das direkt vor der Höhle wuchs, hinein in eine Welt, die so viele Überraschungen für sie bereithielt.

 

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Pressebüro & Agentur für Öffentlichkeitsarbeit Ruth Weitz - Texte mit roten Backen